Typische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche durchlaufen viele Entwicklungsphasen – dabei können ganz unterschiedliche gesundheitliche Herausforderungen auftreten. Einige Erkrankungen sind altersbedingt häufiger, andere zeigen sich nur bei bestimmten Voraussetzungen.
Auf den folgenden Seiten findet ihr einen Überblick über ausgewählte Krankheitsbilder, die wir in unserer Praxis häufig betreuen. Diese Informationen sollen euch eine erste Orientierung geben und helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen.
Bei Fragen oder individuellen Anliegen sprecht uns jederzeit gerne an – wir beraten euch persönlich.
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Wachstum, Pubertät und Entwicklung
Zu den Erkrankungen des Hormonsystems zählen bei Kindern und Jugendlichen vor allem Schilddrüsenerkrankungen sowie Störungen des Wachstumshormons (Klein- oder Großwuchs).
Die Körpergröße eines Kindes ist zunächst genetisch beeinflusst – insbesondere die Größe der Eltern spielt dabei eine wichtige Rolle. Auch der individuelle Entwicklungsverlauf hat großen Einfluss: Manche Kinder wachsen früh und schnell, andere entwickeln sich langsamer und erreichen ihre endgültige Körpergröße erst später.
Ernsthafte hormonelle Störungen können beispielsweise durch genetische Ursachen, hormonelle Fehlregulationen oder auch durch Nährstoffmängel entstehen.
Zur Abklärung sind häufig gezielte Blutuntersuchungen sowie Ultraschalluntersuchungen, zum Beispiel der Schilddrüse, notwendig. Diagnostik und ein Teil der Therapie können bei med4kidz erfolgen. Bei bestimmten Fragestellungen arbeiten wir eng mit spezialisierten Zentren für kindliche Hormonerkrankungen zusammen.
Auch die Kinder- und Jugendgynäkologie ist Teil unseres Angebots und wird im Rahmen einer spezialisierten Sprechstunde abgedeckt.
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Häufige Infekte oder Immunschwäche?
Solange euer Kind noch nicht mit allen gängigen Krankheitserregern in Kontakt gekommen ist, sind häufige Infekte wie Husten, Schnupfen oder Magen-Darm-Infekte ganz normal – insbesondere beim Start in den Kindergarten oder die Schule, wenn die sozialen Kontakte zunehmen. Dies ist in der Regel kein Hinweis auf eine Immunschwäche. Eine gezielte „Vorbeugung“ dieses natürlichen Prozesses ist nur eingeschränkt möglich.
Sollten jedoch wiederholt schwerere Infektionen auftreten, zum Beispiel Lungenentzündungen oder andere Erkrankungen mit stärkerer Organbeteiligung, ist eine genauere Abklärung sinnvoll. Dabei prüfen wir, ob eine erhöhte Anfälligkeit bestimmter Organe (z. B. der Atemwege, HNO-Organe oder Harnwege) vorliegt oder in seltenen Fällen eine Immunschwäche ausgeschlossen werden muss.
Die Diagnostik erfolgt bei med4kidz in enger Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachrichtungen (z. B. HNO, Kinderchirurgie) sowie mit unserem eigenen Lungenzentrum.
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Bewegung und Haltung (orthopädische Themen)
Störungen der Wirbelsäule oder der Extremitäten kommen im Kindes- und Jugendalter relativ häufig vor und sollten frühzeitig erkannt und begleitet werden. Unbehandelte Fehlstellungen können im Erwachsenenalter zu Beschwerden oder vorzeitigem Gelenkverschleiß führen.
Typische Beispiele sind:
- Skoliose (seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule)
- Knick-Senk-Fuß oder Plattfuß
- X- oder O-Beine
- Haltungsschwächen
Viele dieser Auffälligkeiten sind im Wachstum zunächst harmlos und können sich von selbst regulieren. Dennoch ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll, um bei Bedarf rechtzeitig reagieren zu können.
Die erste Einschätzung erfolgt bei uns in der Praxis. Je nach Befund kann ergänzend eine kinderorthopädische Mitbeurteilung sinnvoll sein.
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Bauchschmerzen, Verdauung und Ernährung
Bauchschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Kindes- und Jugendalter. In den meisten Fällen liegt keine ernsthafte Erkrankung zugrunde. Häufig handelt es sich um funktionelle Beschwerden oder um Verdauungsprobleme, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Ernährung oder bei Verstopfung.
Eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung spielt daher eine wichtige Rolle für eine gesunde Verdauung.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien kommen ebenfalls vor, sind aber insgesamt seltener als oft vermutet. Dennoch ist es wichtig, diese gezielt zu erkennen, da insbesondere Nahrungsmittelallergien in seltenen Fällen auch schwere Reaktionen (bis hin zum anaphylaktischen Schock) auslösen können.
Eine besondere Form ist die Zöliakie. Dabei führt eine Unverträglichkeit gegenüber dem Getreidebestandteil Gluten zu einer Entzündung der Darmschleimhaut, was langfristig die Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen beeinträchtigen kann.
Weitere nicht-allergische Unverträglichkeiten (z. B. gegenüber Laktose, Fruktose oder Sorbit) können ebenfalls Beschwerden verursachen, sind jedoch meist weniger gefährlich.
Zu den häufigsten behandlungsbedürftigen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich zählt die Verstopfung – sowohl akut als auch chronisch. Seltener finden sich angeborene Fehlbildungen oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
Einen Großteil der notwendigen Diagnostik können wir direkt bei med4kidz durchführen. Für spezielle Untersuchungen, wie zum Beispiel Magen- oder Darmspiegelungen, sowie bei komplexeren Fragestellungen arbeiten wir eng mit spezialisierten Kindergastroenterologinnen und -gastroenterologen zusammen.
Wann solltet ihr euch bei uns melden?
Bitte stellt euer Kind bei uns vor, wenn:
- Bauchschmerzen über längere Zeit bestehen oder immer wieder auftreten
- starke oder zunehmende Schmerzen vorliegen
- Fieber, Erbrechen oder Durchfall dazukommen
- euer Kind schlecht zunimmt oder Gewicht verliert
- Blut im Stuhl auffällt
- die Beschwerden euer Kind im Alltag deutlich einschränken
- ihr euch unsicher seid oder ein ungutes Gefühl habt
In den meisten Fällen steckt keine ernsthafte Erkrankung dahinter – trotzdem ist es sinnvoll, Beschwerden bei Bedarf abklären zu lassen, um die passende Unterstützung zu finden.
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Allergien
Allergien sind bei Kindern und Jugendlichen keine Seltenheit und können sich ganz unterschiedlich äußern. Häufige Formen sind zum Beispiel Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien oder allergisches Asthma.
Typische Beschwerden können sein:
- wiederkehrender Schnupfen oder verstopfte Nase ohne Infekt
- juckende, tränende Augen
- Hautausschläge oder Juckreiz
- Husten oder Atembeschwerden
Allergien entstehen durch eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Nahrungsmittel oder Tierhaare.
Wichtig ist eine gezielte Abklärung, um die Ursache der Beschwerden zu erkennen und unnötige Einschränkungen im Alltag zu vermeiden. Je nach Befund stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung – von der Vermeidung der Auslöser bis hin zur spezifischen Immuntherapie.
Die Diagnostik erfolgt bei uns in der Praxis, zum Beispiel durch gezielte Gespräche, Hauttests oder Blutuntersuchungen. Bei Verdacht auf Asthma kann ergänzend eine Lungenfunktionsdiagnostik in unserem Lungenzentrum durchgeführt werden.
Eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bieten wir sowohl als SLIT (Tabletten/Tropfen) als auch als SCIT (Spritzen) an.
Wann solltet ihr euch bei uns melden?
Bitte stellt euer Kind vor, wenn:
- Beschwerden immer wieder auftreten oder länger anhalten
- der Verdacht auf eine allergische Reaktion besteht
- Atembeschwerden oder anhaltender Husten auftreten
- ihr euch unsicher seid
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Übergewicht und Stoffwechsel
Übergewicht und Adipositas sind auch im Kindes- und Jugendalter zunehmend ein Thema. Die Ursachen sind meist vielfältig und reichen von Ernährung und Bewegungsverhalten bis hin zu genetischen und hormonellen Faktoren.
Wichtig ist ein ganzheitlicher Blick: Nicht nur das Gewicht allein spielt eine Rolle, sondern auch die körperliche Entwicklung, das Wohlbefinden und mögliche Begleiterkrankungen.
Mögliche Folgen von Übergewicht können sein:
- Bluthochdruck
- Fettstoffwechselstörungen
- Störungen des Zuckerstoffwechsels (z. B. Insulinresistenz oder Diabetesvorstufen)
- Gelenkbelastungen
In unserer Praxis begleiten wir Kinder und ihre Familien individuell und alltagstauglich. Ziel ist keine kurzfristige Diät, sondern eine langfristige, gesunde Entwicklung.
Die Diagnostik umfasst unter anderem Wachstumskontrollen und Blutuntersuchungen. Bei Bedarf erfolgen weiterführende Untersuchungen, zum Beispiel im Bereich Herz-Kreislauf und Fettstoffwechsel, in unserem Herzzentrum.
Wir arbeiten dabei eng im Team zusammen und beziehen bei Bedarf weitere Fachbereiche ein. Gemeinsam entwickeln wir realistische und nachhaltige Lösungen, die in den Familienalltag passen.
Wann solltet ihr euch bei uns melden?
Bitte stellt euer Kind vor, wenn:
- ihr euch Sorgen um das Gewicht oder die Entwicklung macht
- bereits Auffälligkeiten in Blutwerten bekannt sind
- euer Kind unter seinem Gewicht oder Essverhalten leidet
- ihr euch eine Beratung zur gesunden Entwicklung wünscht
Wir unterstützen euch ohne Druck und mit einem klaren, alltagstauglichen Konzept.